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Entwicklung der
sozialen
Infrastruktur

Stadtteilbüro Fechenheim
Ziel: Aufbau
einer Anlaufstelle und Plattform für bürgerschaftliche Anliegen.
Durchführung:
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Das Stadtteilbüro wurde
entsprechend den stadtteilweiten Fechenheimer Projektzielen in zentraler
Lage eingerichtet. Es gab Sitzungsmöglichkeiten für bis zu 20 Personen
und in zwei Schaufenstern die Auslage von Informationen aus Kultur,
Freizeit, Soziales in Fechenheim und der Gesamtstadt. Das Büro diente
auch für Sprechstunden des Stadtbezirksvorstehers und als
Versammlungsraum für Partei-Ortsgruppen.
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Ergebnis:
Die
tägliche Frequentierung durch zahlreiche BesucherInnen hat das Konzept bestätigt.
Der Wegfall des Stadtteilbüros wurde bei Projektende als größter Verlust
beklagt. Der Stadtteilarbeitskreis „Fechenheim erneuern“ erwägt eine
Vereinsgründung, um so eine organisatorische Basis zum Betrieb eines Stadtteilbüros
zu bilden.
Nachbarschaftsbüro
Ziel: Beratungs- und Begegnungsmöglichkeit im
Fördergebiet
Durchführung:
Anmietung eines 1 Zi.-Appartments, Meersburger Str. 1, ab 01.01.2001 und
Umbau zum Büro.
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass auch die Quartierbewohnerschaft eher das
Stadtteilbüro besuchte, konnte das Nachbarschaftsbüro tagsüber vollständig
der Ausbildungshilfe (siehe Beschäftigung/Qualifikation) zur Verfügung
gestellt werden. Abends wurden die Räume u. a. für Mietergespräche und
Konfliktvermittlungen genutzt. Die Wohnheim GmbH nutzte sie ebenfalls für ihre
Mieterberatung.
Ergebnis:
Das Quartiermanagement führte zum Projektende den Umzug der
„Ausbildungshilfe“ in Räume des selbstverwalteten Jugendzentrums durch, die
u. a. mit Projektmitteln dafür hergerichtet worden waren.
Deutschkurse für Migrantinnen
Ziele: Förderung des
Spracherwerbs zur Unterstützung beruflicher und familiärer Integration.
Durchführung:
In Fechenheim und im erreichbaren Umfeld gab es zu Projektbeginn keinerlei
Deutschkurse für Migrantinnen. Ab September 2001 organisierte das
Quartiersmanagement fortlaufend Kurse mit verschiedenen Lernniveaus und
Kinderbetreuung.
Regelmäßig fanden auch Sonderveranstaltungen wie Ausflüge, Picknicks usw.
statt, die ebenfalls aus Projektmitteln bezuschusst wurden.
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Sie dienten der
Lebensweltorientierung des Unterrichts und der Gruppenbildung. Frauen aus
Fortgeschrittenenkursen fragten nach, ob es für sie auch Treffmöglichkeiten
in der Freizeit geben könnte. Hier wurde der Kontakt zum Mütterzentrum
„Kunterbunt“ geschaffen. Das Quartiersmanagement wickelte die gesamte
Organisation auf Stadtteilebene ab: Organisation der Kursräume, |

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Personalmanagement der
Kinderbetreuung, Öffentlichkeitsarbeit, Anmeldungen und Einzug der Kursgebühren,
Abrechnung mit der VHS. Durchschnittlich 30 % der Teilnehmerinnen bezogen
Sozialhilfe, ihnen wurde bei der Beantragung von Kostenübernahme geholfen. Für
Selbstzahlerinnen gab es sechs Beitragsstufen mit möglicher Ratenzahlung. Zur
Beitragsreduzierung konnten neben Projektmitteln auch Landesmittel bei Kursen für
Mütter von Kindergartenkindern eingesetzt werden.
Ergebnis:
Insgesamt
gab es 18 Kurse mit ca. 180 Teilnehmerinnen, wobei immer mindestens zwei
parallel liefen. Nach Projektende sollen die Kurse innerhalb des Programms
„Mama lernt Deutsch“ durch die VHS fortgeführt werden, die sich sehr
kooperativ zeigte. Ebenso positiv war die Zusammenarbeit mit der KT 27 und dem
selbstverwalteten JUZ bei der Gestellung von Kursräumen.
Neue Angebote für Jugendliche

Ziel: Verbesserung der
Angebote in der offenen Jugendarbeit.
Durchführung:
Nach Ablehnung des Gesamtkonzeptes für „Die Waizenäcker“ (s. u.)
wurden einzelne Maßnahmen umgesetzt.
Internetcafe cafe connect"
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Im selbstverwalteten
Jugendzentrum wurde mit zusätzlichen Projektmitteln ab Februar 2002 ein
Internetcafe eingerichtet und vom Jugendamt 1,5 feste
Sozialarbeiterstellen finanziert. Nach einem Diebstahl im Sommer 2002
wurde das Angebot neu aufgebaut und erfreut sich großer Beliebtheit. Außerdem
entstand ein PC-Schulungsraum mit 10 Plätzen, der auch Vereinen usw. zur
Verfügung gestellt wird.
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Jugendbüro Horizont
Das Jugendamt verortete ab Juni
2001 zwei ABM-Stellen für aufsuchende Jugendarbeit nach Fechenheim, aus zusätzlichen
Mitteln von „Soziale Stadt“ wurde deren Jugendbüro eingerichtet. Das Büro
hatte eine hohen Besucherfrequenz, aber die Vernetzung mit den örtlichen
Jugendhäusern gelang nur teilweise. Durch die starke Problematisierung von störenden
Jugendlichen im öffentlichen Raum waren die „Streetworker“ einem großen
Erwartungsdruck ausgesetzt, teilweise wurden auch fachfremde Anforderungen
gestellt, die in den ordnungspolitischen Bereich gehörten. Das
Quartiermanagement unterstützte die Arbeit auch fachlich und erhielt bis Mai
2003 seinerseits Unterstützung beim Betrieb der Skateranlage. Danach liefen die
ABM-Stellen aus.
Ergebnis:
Weiterhin ist die Situation in der offenen Jugendarbeit in Fechenheim angespannt
und Bedarf der Überprüfung eines Ausbaus der bestehenden Angebote.
Versorgung mit
Kinderbetreuungsplätzen
Ziel: Zusammenarbeit mit
den Kindertagesstätten zur Bedarfsanalyse und Erarbeitung
sozialraumorientierter Angebotsentwicklungen.
Durchführung:
Das Quartiermanagement arbeitete kontinuierlich mit den Einrichtungen im
„Psychosozialen Arbeitskreis“ zusammen.
Hortplätze
Im Oktober 2000 wurde wegen großem
Mangel an Hortplätzen ein Container-Provisorium mit 20 Plätzen auf dem Hof der
Heinrich-Kraft-Schule mit dem IB als Träger eingerichtet. Daraus wurde im
Oktober 2001 der Hort „Lollipop“, eine hochwertige Containerlösung mit 60
Plätzen auf einem Brachgelände in Verlängerung der Konstanzer Straße.
Dennoch ergab die Bedarfsanalyse in 2002 noch immer einen Mehrbedarf von über
80 Hortplätzen. Im Kindertagesstättenentwicklungsplan des Stadtschulamtes ist
daher der Neubau einer fünfgruppigen Einrichtung auf dem Gelände des
ehemaligen evangelischen Gemeindehauses festgelegt. Nach Auskunft der
KT-Entwicklungsplanung wird mit einem Baubeginn erst im Jahr 2006 gerechnet.
Daher bemühte sich das Quartiersmanagement zusammen mit Mitgliedern des
Psychosozialen AK erfolgreich beim Stadtschulamt um Unterstützung für ein
weiteres Provisorium, und beteiligte sich an der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten.
Leider wurden aber keine gefunden.
Kindergartenplätze
Der Bedarf an Halbtagsplätzen
wird befriedigt, es fehlen Dreiviertel- und Ganztagsplätze. Das
Quartiermanagement regte an, zu prüfen, wie trägerübergreifende Abstimmungen
der Angebote eine größere Bedarfsdeckung erzielen könnten.
Krabbelstubenplätze
Mit einem Angebot von 12 Plätzen
im Selbstverwalteten JUZ ist lediglich ein Versorgungsgrad von 11 % für
Fechenheim gegeben. Nach dem Rundschreiben des Jugendamtes in 2003 über die Förderung
von neuen Krabbelstuben verfasste das Quartiermanagement für die örtliche
Presse in 2003 einen Appell zur Raumsuche. Danach wurden von Stadtteilakteuren
und dem Quartiermanagement Immobilien im Stadtteil begutachtet. Fündig wurde
man in den Räumen einer ehemaligen Gaststätte in der Baumertstraße, wo im
Februar 2005 eine weitere Gruppe mit zwölf Plätzen unter Trägerschaft des
Sozialpädagogischen Vereins eröffnet werden soll.
Ergebnis:
Der zeitliche Ablauf beim Neubau der KT auf dem ehemaligen Melanchthon-Gelände
trägt dem hohen aktuellen Bedarf an sozialpädagogischen und erzieherischen
Hilfen keinesfalls Rechnung.
Skateranlage
Ziel: Einrichtung eines
sportlichen Freizeitangebotes als Beteiligungsprojekt mit Kindern und
Jugendlichen.
Durchführung:
Im Herbst 2000 wurde von einer Gruppe Kinder und jugendlicher Skater im
Stadtteilbüro der Wunsch nach einer Fechenheimer Anlage geäußert und vom
Quartiermanager aufgegriffen. Er suchte mit der Gruppe einen geeigneten Platz
und schlug diesen dem Ortsbeirat vor. Geplant war eine wohnortnahe Anlage, die
auch von Kindern selbständig erreichbar ist. Der OBR unterstützte den Standort
auf einem nichtgenutzten Parkplatz der Nassauischen Heimstätten GmbH am Ende
der Pfortenstraße. Die Verhandlungen zogen sich über 2001 hin, so dass erst im
Frühjahr 2002 die Baugenehmigung kam.
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Im Juli konnte die
gebraucht gekaufte Anlage in Holzbauweise mit Unterstützung des Vereins
„Abenteuerspielplatz Riederwald“ und unter großer Beteiligung von
Kindern und Jugendlichen aufgebaut werden. Die vorausgegangenen Gespräche
und Anhörungen von Anwohnern erbrachten das Ergebnis, einen einjährigen
Probebetrieb zu starten und die Anlage an das Kinder- und Jugendhaus
Fechenheim zu übergeben. |

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In der Folgezeit ergab sich
eine unvorhersehbare ungünstige Konstellation für den Betrieb der Anlage. Die
Übergabe der Trägerschaft an die Jugendeinrichtung scheiterte und die
Nassauischen Heimstätte GmbH vertrat nicht mehr die Position der notwendigen
Anwohnertoleranz gegenüber Spielanlagen im Wohnumfeld. Es kam zur Kündigung
der Platznutzung.
Auf Vorschlag der Fechenheimer Kinderbeauftragten wurde mit dem Grünflächenamt
über die Nutzung eines stillgelegten Tennisplatzes im Heinrich-Kraft-Park
verhandelt, der OBR stellte einen entsprechenden Antrag, dem auch entsprochen
wurde. Gleichzeitig einigte sich das Quartiersmanagement mit dem Skater- und
BMX-Verein „Stahlfräse“ über dessen zukünftige Trägerschaft der Anlage.
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Nach dem Abbau der Anlage
soll die neu asphaltierte Fläche weiterhin für Jugendprojekte zur Verfügung
stehen, so die öffentliche Aussage der Nassauischen Heimstätte GmbH. Der
Zaun wurde dem Grünflächenamt für den Heinr.-Kraft-Park gegeben, das
dafür den Umzug kostenfrei regelte.
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Ergebnis:
Nachdem das Grünflächenamtes den Umzug in den Park durchgeführt hatte, wurde
die Trägerschaft mit einer Anschubfinanzierung an den Verein übergeben, der
die Anlage öffentlich zugänglich betreiben wird. Außerdem sind
Veranstaltungen wie Ferienspiele, Trainigscamps etc. geplant. Eröffnung wird im
Frühjahr 2005 sein.
Sprachförderung in
Kindertagesstätten
Ziel: Logopädische Förderung
von Vorschulkindern im Rahmen einer trägerübergreifenden Kooperation.
Durchführung:
Als ein erstes Thema des fachlichen Austauschs im Psychosozialen Arbeitskreis
der Kindereinrichtungen wurden in 2000 kooperative Maßnahmen für zusätzliche
Sprachförderung und Hilfen zum Spracherwerb erörtert. Unter Beteiligung von
sieben Kitas wurde ein Konzept zum Einsatz einer Fachkraft erstellt. Das
Quartiersmanagement ermöglichte die Einrichtung einer ABM-Stelle über
„Cariteam“. Ab April 2001 begann die Förderung von Kindern in Kleingruppen
aus sechs KTs, die sich auch an den Projektkosten beteiligten. Der Erfolg dieser
Arbeit wurde von den Einrichtungen sehr positiv geschildert, leider konnte die
Fachkraft nur sechs Monate gehalten werden.
Mütterzentrum
"Kunterbunt"
Ziel: Aufbau eines
Treffpunktes für Mütter/Eltern. Fechenheim ist ein Stadtteil mit vielen
Kindern. Wenn ein solcher Treffpunkt mit Angeboten wie Elterncafe,
Kinderbetreuung, Geburtsvorbereitung, etc. etabliert ist, bietet er viele Möglichkeiten
für schichtenübergreifende und interkulturelle Kontakte.
Durchführung:
Das Projekt umfasste die Unterstützung einer Mütter-Initiative beim Aufbau
eines Eltern-Kind-Treffs mit entsprechenden Angeboten.
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Das Quartiersmanagement führte
in 2002 zunächst eine Bedarfsumfrage bei Eltern in Kindertagesstätten
durch und half dann bei Organisation und Moderation von zwei
Informationsveranstaltungen, aus denen sich eine erste Gruppe von
"Aktiven" bildete. Durch unsere Vermittlung wurde der Gruppe die
Nutzung von Räumen der Außenstelle des Sozialrathauses Bergen-Enkheim
ermöglicht.
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Wir sorgten weiterhin für
Informationsmöglichkeiten beim hessischen Mütterbüro in Langen und schufen
Kontakte zu Familienbildungsstätten. Finanzielle Unterstützung wurde für die
Öffentlichkeitsarbeit sowie für Ausstattung der Räumlichkeiten gewährt. Das
Mütterzentrum erklärte seine Bereitschaft für eine Spielplatzpatenschaft und
gewann den Nachbarschaftspreis der Stadt Frankfurt für 2003.
In 2004 bekam die Gruppe zusätzliche Räume im evangelischen Gemeindezentrum für
einen Nachmittagstreff. Das Quartiermanagement regte an, diesen Treff auch den
Frauen aus den Deutschkursen anzubieten, die über soziale Isolation klagten.
Ergebnis:
Die Gruppe steht vor der Vereinsgründung, die u. a. auch die finanzielle
Situation verbessern soll. Die Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis der
Kindereinrichtungen ist stabilisiert, so wird z. B. im Juni 2005 gemeinsam der
„Fechenheimer Tag des Kindes“ veranstaltet.
Wohin in Fechenheim?
Stadtteilführer für Kinder- und Jugendangebote
Ziel: Dem Stadtteil
sollte eine vielfältig nutzbare Informationsgrundlage über die Angebote der
Kinderbetreuungseinrichtungen, der offenen Jugendarbeit, der Kirchengemeinden
und der Vereine zur Verfügung gestellt werden.
Durchführung:
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Von Herbst 2003 bis Frühjahr
2004 Datensammlung und redaktionelle Bearbeitung. Dazu wurde mit über 50
Institutionen korrespondiert.
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Ergebnis:
Im Sommer 2004 erschien der 50seitige Führer. Er wurde kostenlos an alle
dargestellten Institutionen verteilt und Kindergärten, Horte und Jugendhäuser
erhielten einen Vorrat, der etwa noch zwei bis drei Jahre reichen wird. Auf
Wunsch aus dem Arbeitskreis Fechenheim-Nord wurde auch noch ein kleiner Führer
für diesen Teil erstellt, der über die gesamte dortige soziale Infrastruktur
informiert.
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