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Zusammenleben im Stadtteil

Nachbarschaftskonfliktvermittlung

Ziel:
Dem Stadtteil, insbesondere der Mieterschaft im sozialen Wohnungsbau, sollte ein leicht erreichbares Instrument zur Schlichtung von Nachbarschaftsstreitigkeiten zur Verfügung gestellt werden.

Durchführung:

In zwei gemeinsamen Schulungen der damaligen „Soziale Stadt“-Standorte wurden im Herbst 2001 und 2002 von dem Institut „inmedio“ für Fechenheim sechs MediatorInnen ausgebildet und fünf eingesetzt. Das Angebot wurde durch Pressemitteilungen und -konferenzen, Informationsveranstaltungen, Faltblätter usw. in der Stadtteilöffentlichkeit platziert. Dabei war die Wohnungswirtschaft wichtigster Ansprechpartner. Es wurden aber auch Konfliktparteien vom hiesigen Polizeirevier an das Stadtteilbüro verwiesen. Einzugsbereich war Fechenheim Süd und Nord. Im Verhältnis zum Umfang der Thematisierung von Problemen aus dem Nachbarschaftsbereich in unseren Bürger-Umfragen ergaben sich mit der Anzahl von 44 in drei Jahren relativ wenige Konfliktmeldungen. In vierzehn Fällen kam es zu Vermittlungsgesprächen. Obwohl es dabei nur zwei Mal zur Mediation „nach dem Lehrbuch“ kam, also mit allen Konfliktparteien erfolgreich an einem Tisch, wurden auch die Einzelgespräche von den Parteien als hilfreich für den eigenen Umgang mit Konflikten beurteilt.

Bild: Flyer für die Nachbarschaftskonfliktvermittlung Fechenheim

Das Quartiermanagement rekrutierte die Vermittler-/innen und organisierte die Schulungen. Außerdem bildete es die Klärungsstelle zur Vermittlungsfähigkeit der Konfliktmeldungen und setzte die MediatorInnen ein. Bei den regelmäßigen Treffen mit den Ehrenamtlichen waren Öffentlichkeitsarbeit, Fallbesprechungen und Organisationsentwicklung die Schwerpunktthemen.

Von 2003 bis Projektende wurde versucht zu klären, ob vom Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AMKA) eine Betreuung der Konfliktvermittlungen nachhaltig übernommen werden könnte.

Ergebnis:
Das „AMKA“ kann einen Verein oder einen anderen Träger der Konfliktvermittlungen finanziell fördern, aber keine direkten Verträge mit Ehrenamtlichen abschließen. Die Umsetzung einer solchen Lösung wird vom Quartiermanagement im Rahmen seiner „Nachsorge“ für den Standort Fechenheim unterstützt.

 

Image - Kampagne

Ziel:

Mit verschiedenen Maßnahmen sollte das Ansehen des Stadtteils aufgewertet, das „Wir-Gefühl“ der Fechenheimer gestärkt und die Stimmung für eine Aufbruchphase gebildet werden.

Durchführung:

Die Aktivitäten wurden im Stadtteilarbeitskreis „Fechenheim erneuern“ (StAK) abgestimmt. Für die Kampagne konnten zusätzliche Mitglieder aus dem Gewerbe gewonnen werden.
Im Frühsommer 2004 sammelte ein StAK-Mitglied Spenden bei Geschäftsinhabern auf der „Langgass“, wie die Straße Alt Fechenheim von den Alteingesessenen genannt wird. Damit wurden 42 Blumenampeln finanziert und an den Laternen angebracht. Das Quartiermanagement organisierte über den Ortsdiener die Pflege.

Foto: Blumenampeln auf der Straße Alt-Fechenheim

Bild: Logo für Fechenheim

Dieses neue Logo für Fechenheim wurde unter mehreren Entwürfen vom StAK gewählt. Mit dem Zusatz „ICH TU WAS“ soll es auch dessen Aktivitäten begleiten.

Das Projekt „Kids auf Kunst“ wurde thematisch in die „Image-Kampagne“ einbezogen. (siehe unten)

Im Herbst 2004 führte das Quartiermanagement gemeinsam mit dem Arbeitskreis eine stadtteilweite Umfrage nach imagefördernden Verbesserungsvorschlägen und der Beteiligung an einem Photowettbewerb um das schönste Motiv für eine Fechenheimer Postkarte durch.

Beim Abschlussfest des Quartiermanagements wurden die schönsten Postkartenmotive prämiert. Der 1. und 2. Preis wird in 2005 gedruckt und verkauft. Dies soll finanziert werdent durch den Erlös aus dem Verkauf einer ersten, mit Projektmitteln finanzierten und im Stadtteil verkauften Postkarte.

Ergebnis:
Die bis Jahresende 2004 eingegangenen Verbesserungsvorschläge werden u. a. den Themenspeicher 2005 des Stadtteilarbeitskreises füllen. Der Postkartenverkauf erbrachte genug Erlöse, um den Druck der prämierten Karten zu finanzieren.

Hier der 1. Preis des Postkartenwettbewerbs:

Foto: Postkarte

 

Ausstellung von Kinder Kunst

Bild: Logo Kids auf Kunst

 

Ziel:
Die Anerkennung, das positive Feedback, das Kinder über eine eigene Ausstellung bekommen, soll die Identifikation mit ihrem Stadtteil steigern. Den Respekt, der ihnen erwiesen wird, werden sie zurück geben an ihre soziale Umwelt. Kunst wird damit zur Mittlerin und zur Motivation für einen verständnisvolleren Umgang miteinander.

Durchführung:
Das Projekt wurde im Arbeitskreis der Kindereinrichtungen vorbesprochen und in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendhaus „Rathaus“ im kommunalen Eigenbetrieb, der Caritas-Kindertagesstätte „Im Alten Rathaus“, dem Kindergarten „Sonnenschein“ der evangelischen Glaubenskirchengemeinde sowie der Caritas-Spiel- und Lernstube Fechenheim durchgeführt.

Foto: Holzfigur vor der "Distel-Apotheke"

Nach der „kreativen Phase“in den Einrichtungen im Frühjahr 2004 lief die Ausstellung vom 22.06. bis 16.07.2004. Neben der Frankfurter Sparkasse, in der auch die Vernissage stattfand, beteiligen sich die Rathaus-Apotheke (Alt-Fechenheim 96) sowie die Distel Apotheke (Wächtersbacher Straße 25) und die Arztpraxis Dr. Jensen (Wächtersbacher Straße 27) in Fechenheim-Nord.

Holzfiguren vor der „Distel-Apotheke“

Ergebnis:

Die Ausstellung erhielt eine sehr gute Bewertung im Stadtteil. „Haben das wirklich Kinder selbst gemacht?“, war eine öfter gestellte Besucherfrage (Antwort: Ja). Wir haben gezeigt, was für ein kreatives Potential in den Kindern steckt. Fechenheim ist ein Stadtteil mit vielen Kindern und Jugendlichen und es wird oft über sogenannte schwierige Kinder und problematische Jugendliche gesprochen. Die Familien, die Kindertagesstätten, Schulen und Jugendzentren tragen neben anderen die Verantwortung, dass sie in die Stadtteilgesellschaft hineinwachsen und ihnen auch Gelegenheit gegeben wird, sich positiv zu beweisen und darzustellen. Unser Kunstprojekt sollte eine solche Gelegenheit sein, und dies ist uns auch gelungen.

Foto: Thekenfiguren

Präsentation der Ausstellungen (Achtung: Längere Ladezeiten, da viele Bilder)

 

PC-Kurs für Ehrenamtliche

Ziel: Schulung in Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Bildschirmpräsentation zur Verbesserung in der Mitgliedsverwaltung, Kassenwesen, Öffentlichkeitsarbeit etc.

Durchführung:
Der Kurs fand mit sechs TeilnehmerInnen an einem Freitagabend und zwei Samstagen im Juni 2004 statt. Das selbstverwaltete JUZ Fechenheim hatte seinen Schulungsraum zur Verfügung gestellt.

Ergebnis:
Die Rückmeldungen der TeilnehmerInnen waren durchweg positiv, es erfolgten weitere Anfragen aus dem Stadtteil, die aber aufgrund der Projekt-Ausstiegsphase nicht mehr berücksichtigt werden konnten.