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Frankfurter Neue Presse vom 25.09.2012

Auf Stippvisite bei den Managern

Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (r.) und Quartiersmanagerin Marja Glage aus Sindlingen (2.v.r.) freuen sich über das Engagement der Bewohner der Hermann-Brill-Siedlung und deren gemeinsame Absichtserklärung. Fotos: Maik Reuß

Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (r.) und Quartiersmanagerin Marja Glage aus Sindlingen (2.v.r.) freuen sich über das Engagement der Bewohner der Hermann-Brill-Siedlung und deren gemeinsame Absichtserklärung. Fotos: Maik Reuß

Sie sollen Begegnung ermöglichen und die Entwicklung der Stadtteile in eine positive Richtung wenden. Und ein bisschen sind die Quartiersmanagements, die inzwischen in zahlreichen Frankfurter Stadtteilen das Leben der Menschen prägen, auch Versuchslabore. In ihnen wird erprobt, wie Engagement auf feste Füße gestellt werden kann und welche Maßnahmen dauerhaften Erfolg versprechen. Gestern unternahm Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) eine kleine Rundreise zu drei der derzeit betreuten Quartiere, um die aktuelle Entwicklung zu begutachten.

1,5 Millionen im Jahr

Von der Herrmann-Brill-Siedlung in Sindlingen ging es über die Siedlung Taunusblick in Zeilsheim bis ins Quartiersbüro Rödelheims an der Westerbachstraße. "Wir wollten Frankfurt im Gesamtbild zeigen", erklärte Birkenfeld. Denn: So unterschiedlich die einzelnen Stadtteile der Mainmetropole sind, so unterschiedlich seien auch die jeweiligen Probleme und Interessen der Bewohner – und damit eben auch die Arbeitsbereiche der Quartiersmanager. Gemeinsam ist den drei besuchten Quartieren, dass die Arbeit in ihnen 2008 begonnen wurde und die jeweilige reguläre Förderzeit abläuft. Das vierte Quartier, bei dem dies der Fall ist, liegt in Seckbach. 16 Quartiersmanager sind derzeit insgesamt in Frankfurt im Einsatz. Seit 2008 gibt es das Programm Aktive Nachbarschaft in Seckbach, Rödelheim, Zeilsheim und Sindlingen. Zwei Jahre später wurden die Otto-Brenner-Siedlung in Sossenheim, der Riederwald, Griesheim-Süd und Praunheim aufgenommen. In der sogenannten Nachsorgephase befindet sich das Quartiersmanagement in Griesheim-Nord, Niederrad, der Nordweststadt und der Henri-Dunant-Siedlung in Sossenheim.

Einzelprojekte werden seit 2007 in Fechenheim, am Bügel und in Ginnheim sowie seit 2008 bei New Atterberry und New Betts an der Friedberger Landstraße gefördert. Ausgestattet ist das Programm mit rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr. 85 000 Euro werden jährlich pro Quartier in Personal- und Sachkosten gesteckt, weitere 25 000 Euro stehen für Bewohnerprojekte zur Verfügung. Mit einer besseren finanziellen Ausstattung rechnet Birkenfeld in absehbarer Zeit nicht. "Ich gehe nicht davon aus, dass das noch mal aufgestockt wird. Aber ich sehe momentan auch kein Quartier, bei dem es wirklich drängt, dass wir es aufnehmen", sagt Birkenfeld. Zuletzt hatten sich die Bewohner der Henriette-Fürth-Siedlung in Goldstein Hoffnungen gemacht.

Nachsorge ist wichtig

Gemeinsam ist allen Quartieren des Programms eine mehr oder minder schwere soziale Schieflage, der mit Teilhabe begegnet werden soll. "Die Experten sind die Bewohner in den Stadtteilen", sagt Birkenfeld. Angelegt sind die Projekte auf eine Dauer von fünf Jahren. 2010 wurde eine Nachsorgephase eingeführt. In dieser wird der personelle Aufwand reduziert, einen Quartiersmanager gibt es aber weiterhin. "Wenn wir von einem Tag auf den anderen aufhören, bricht sehr viel weg, was vorher mühsam aufgebaut wurde", weiß Horst Schulmeyer, Leiter des Fachteams Aktive Nachbarschaft im Jugend- und Sozialamt. Wie das verhindert werden kann, dafür könne exemplarisch die derzeitige Entwicklung in der Hermann-Brill-Siedlung in Sindlingen stehen. Angesichts der auslaufenden Projektzeit kommt eine Idee für mehr Nachhaltigkeit, die von den Bewohnern selbst stammt, gerade recht. Mit einer gemeinsamen Absichtserklärung, weiter an der Entwicklung des Quartiers und auch der Außenwirkung der Siedlung zu arbeiten, haben sie sich klar zu ihrem Quartier bekannt. "Das ist eine ganz neue Form der Nachhaltigkeit, die nicht mehr von uns gesteuert wird, sondern von den Bewohnern selbst kommt", lobt Birkenfeld. Ein Model, das Schule machen könnte. Denkbar wäre es, eine ähnliche Absichterklärung etwa in den Rahmenvertrag einzubauen, den die Stadt mit den Trägern des Quartiersmanagements aushandelt. "Möglicherweise ist das auch in anderen Stadtteilen denkbar", sagt Birkenfeld.

Nachhaltigkeit ist eines der Hauptziele des Programms – und die wohl größte Herausforderung. So soll auch die Aktive Nachbarschaft in Rödelheim in die Nachsorgephase übergehen. Und ohne diese würde es für einige angestoßene Projekte wohl eng werden. Etwa für die "Rödelheimer Musiknacht", die in diesem Jahr zum zweiten Mal gefeiert wurde. Die Idee zu dem Musikspektakel, bei dem einen Abend lang Gruppen aus dem Stadtteil ihre Nachbarn beschallen, stammt von Ilse Pauls. "Musik verbindet, da braucht man nicht viele Worte", fasst die Ideengeberin die Idee hinter der Musiknacht zusammen. Der organisatorische Aufwand ist allerdings enorm. "Da ist das Quartiersbüro die zentrale Anlaufstelle, in der alle Fäden zusammenlaufen", sagt Pauls. Ohne den Raum an der Westerbachstraße und Quartiersmanagerin Heike Hecker würde es die Musiknacht wohl im kommenden Jahr nicht mehr geben. Aber: Es gibt auch hier Bestrebungen, die Organisation zu verstetigen und von Geld und Personal des Quartiersmanagements unabhängig zu machen. "Da ist zum Beispiel ein eigener Verein denkbar", erklärt die Quartiersmanagerin. Auch der bräuchte allerdings irgendwann eine eigene Möglichkeit, sich zu treffen – spätestens, wenn es das Quartiersbüro an der Westerbachstraße irgendwann nicht mehr geben sollte.

Ein Problem, das Bewohner und Quartiersmanager in der Siedlung Friedenau-Taunusblick in Zeilsheim gut kennen. Bislang trafen die Zeilsheimer sich meist in der alten evangelischen Kirche, die nun jedoch zum Verkauf steht. In einem leerstehenden Ladenlokal mit breiter Schaufensterfront nur ein paar Meter weiter an der Rombergstraße soll deshalb ein neuer Bewohnertreff entstehen. "Wir sind aktuell in der Projektphase und haben einen groben Plan davon, was wir brauchen", sagt Quartiersmanager Martin Müller. Finanziert werden sollen die Umbauarbeiten voraussichtlich aus dem Budget des Projekts Aktive Nachbarschaft. Möglich sei aber auch eine Beteiligung des Frankfurter Arbeitsmarktprogramms. Ein Langzeitarbeitsloser könnte das Gebäude- und Raum-Management übernehmen. "Wir brauchen so ein Raum-Management dort, wo viele Gruppen als Nutzer auftauchen", erklärt Sozialdezernentin Birkenfeld. Ein Raum-Manager könnte die Übersicht behalten und die Nutzungszeiten organisieren. "Hier können wir Erfahrungen sammeln und schauen, wie das am besten funktioniert." Die gewonnenen Erkenntnisse könnten dann auch etwa Jugendhäusern auf dem Riedberg, in Kalbach oder Bergen- Enkheim zugute kommen. göc

 

 

April 2012

Wer hat ein Herz für die Jugend?

Ab sofort läuft die Bewerbungsfrist für den Bürgerpreis der Stadt Frankfurt und der Fraspa-Stiftung

(pia) Ab sofort bis zum 30. April läuft die Bewerbungsfrist für den mit bis zu 10.000 Euro dotierten Bürgerpreis der Stadt Frankfurt und der Stiftung der Frankfurter Sparkasse. Motto des zum fünften Mal zu vergebenden Preises ist in diesem Jahr: „Projekt Zukunft: Engagiert für junge Leute“.

Gesucht werden Einzelpersonen, Projekte oder Vereine, die jungen Menschen ab 14 Jahren ehrenamtlich helfen, ihren eigenen Weg zu finden. Der Preis wird an Personen, Vereine und Unternehmen in den folgenden Kategorien vergeben: U 21 (Ehrenamtliche von 14 bis 21 Jahre), Alltagshelden (ohne Altersbeschränkung), Lebenswerk (mindestens 25 Jahre lange ehrenamtliche Tätigkeit) und Engagierte Unternehmer (Gesellschaftliches Engagement von Unternehmensinhabern beziehungsweise Familienunternehmen).

„Das vielfältige Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger trägt zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und einem guten Miteinander der Generationen in unserer Stadt bei“, sagt Schirmherrin Oberbürgermeisterin Petra Roth.

„Der Bürgerpreis ist eine öffentliche Anerkennung für ehrenamtliches Engagement, das oft im Verborgenen stattfindet“, sagt Herbert Hans Grüntker, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung der Frankfurter Sparkasse und Vorsitzender des Vorstandes der Frankfurter Sparkasse.

Bewerbungsunterlagen gibt es in den Filialen der Frankfurter Sparkasse, beim Referat Bürgerengagement, Ehrenamt und Stiftungen, Bethmanstraße 3, der Bürgerberatung am Römerberg 32 sowie online unter www.frankfurter-sparkasse.de/buergerpreis. Die Preisträger werden am Montag, 18. Juni, im Kaisersaal des Römer ausgezeichnet und nehmen für Frankfurt am Wettbewerb um den Deutschen Bürgerpreis teil. Die Preise im Gesamtwert von 41.000 Euro werden Ende 2012 in Berlin vergeben.


Wer die Preise in den vier Kategorien in welcher Höhe bekommt, entscheidet eine Jury bestehend aus Stadtkämmerer Uwe Becker und Herbert Hans Grüntker, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung der Frankfurter Sparkasse

Einen Flyer gibt es hier zum Download.

 

 

Januar 2011

Kommunales "Frankfurter Programm – Aktive Nachbarschaft“

Active Neighbourhood

The municipal project „Frankfurter Programm – Aktive Nachbarschaft“ is working since ten years successfully in Frankfurt. Actually twelve different parts (quarters) of the town are involved. The major task of this social work consists in promoting the self-help possibilities of the inhabitants in waking up the engagement and the codetermination will for the part of town and in strengthening it. The activation of the inhabitants, the strengthening of the local economy as well and the improvement of the social and cultural life and the housing and living conditions are essential modules.

Der vollständige Artikel kann hier heruntergeladen werden