Sozialpartnerschaft mit der Stadt Krakau, Polen

 


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Die Städte Frankfurt am Main und Krakau verbindet seit 1991 eine aktive Städtepartnerschaft. Die Zusammenarbeit der Kommunen auf dem Gebiet der sozialen Arbeit geht bereits in das Jahr 2000 zurück. Die Grundlage hierfür schuf ein Konzept des Jugend- und Sozialamtes zur Aufnahme bilateraler Kontakte auf regionaler Ebene. Die erste Vereinbarung über soziale Zusammenarbeit beider Kommunen hat im Jahr 2001 auf der Frankfurter Seite der damalige Sozialdezernent Herr Horst Hemzal in Krakau unterzeichnet. Die zweite wurde fünf Jahre später im Frankfurter Römer vom Herrn Stadtrat Uwe Becker erfolgreich besiegelt.

Die Sozialpartnerschaft mit der Stadt Krakau hat sich im Laufe der Jahre weiter positiv entwickelt. Das Interesse an gemeinsamer Arbeit für die Entwicklung neuer Konzepte und Formen der Zusammenarbeit  ist bei den Mitarbeiter/innen beider Kommunen und bei den daran beteiligten sozialen Organisationen kontinuierlich gestiegen. Erfreulich ist auch, dass sowohl die Frankfurter als auch die Krakauer Jugend- und Sozialverwaltung die erforderliche Fachlichkeit und organisatorische Hilfen weiterhin mit viel Engagement zur Verfügung stellen, um die regionale Kooperation mit neuen Ideen und konkreten Projekten voranzutreiben.

Fachkonferenz 2007 in Krakau 

Vom 17. bis 21. September 2007 hat die Stadt Krakau eine Fachkonferenz zu Methoden der Sozialarbeit organisiert. An dieser Konferenz nahmen sieben Experten des Jugend- und Sozialamtes, drei Fachleute von sozialen Organisationen und drei Wissenschaftler/innen von der Fachhochschule bzw. der Universität Frankfurt teil. 

Ein Aspekt der fachlichen Diskussion beider Regionalverwaltungen war in diesem Zusammenhang ein innovatives Modellprojekt zum Thema Aktivierung von nachbarschaftlichen Potentialen.  Aufgrund der Erfahrungen und positiven Ergebnisse der Stadt Frankfurt am Main mit dem "Frankfurter Programm – Aktive Nachbarschaft" (früher "Frankfurt - Soziale Stadt – Neue Nachbarschaften") hat die Stadt Krakau starkes Interesse an einem Erfahrungsaustausch angemeldet.

Die Krakauer Stadträtin, Frau Lęcznarowicz, zuständig für Jugend und Soziales, äußerte bei ihrem Arbeitsbesuch im Juli 2007 den Wunsch, die in Frankfurt erprobten und bewährten Methoden des Quatiersmanagements auch in Krakau zu installieren. Die polnische Kommune hat ähnlich wie Frankfurt einige Stadtteile, in denen durch neue Angebote und Bewohnerbeteiligung Konflikte vermieden und die Lebensqualität verbessert werden soll. 

Es ist im Rahmen des kommunalen "Frankfurter Programms - Aktive Nachbarschaft“ vorgesehen, eine intensive Zusammenarbeit zwischen Krakau und Frankfurt zu entwickeln. Das Ziel des Projektes ist, in Quartieren, in denen Konflikte, die z. B. durch Langzeitarbeitslosigkeit, Migrationshintergrund, Drogenproblematik, etc. entstehen, ein Stadtteilmanagement einzuführen, um die angespannte Situation im Wohnumfeld qualitativ zu verbessern. An dieser Kooperation werden sich die Fachhochschulen beider Kommunen beteiligen. Erste Gespräche über diese Kooperation wurden mit Frau Prof. Straub von der Fachhochschule Frankfurt geführt, die sich bereit erklärt, das Projekt unter Beteiligung der Fachhochschulen beider Städte wissenschaftlich zu begleiten.                                         

In diesem Zusammenhang wurde die Dokumentation über die ersten vier Quartiere ins polnische übersetzt und kann hier heruntergeladen werden.

Die von der Stabsstelle des Frankfurter Programms – Aktive Nachbarschaft anlässlich dieser Fachkonferenz gezeigte Präsentation ist hier hinterlegt. 

Die Unterstützung dieses Projektes hat die Gemeinnützige Hertie-Stiftung in Aussicht gestellt. Sie hat bereits in der Vergangenheit mit der Stadt Frankfurt am Main stark kooperiert. Das Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt beteiligt sich aktiv seit 2003 am Projekt Kafka (Kommunaler Austausch für Fortbildung und Kooperation junger Akademiker). Dieses Projekt wird ebenfalls von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung finanziert.  

Informationen über die Krakauer Jugend- und Sozialverwaltung sind unter www.mops.krakow.pl und die Internetseite der Stadt Krakau www.krakow.pl zu finden.

Weitergehende Informationen aus Krakau zu dem Thema  finden Sie hier:

www.bip.krakow.pl/?sub_dok_id=20294

Informationen über die Sozialpartnerschaft Frankfurt - Krakau finden Sie hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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