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Eine Anerkennung erhält der
Besuchsdienst der evangelischen Regenbogengemeinde

– fünf Damen – für sein nachbarschaftliches und soziales Engagement in der Carl-Sonnenschein-Siedlung in Sossenheim.
Der Besuchsdienst trägt wesentlich dazu bei, dass der Kontakt zu älteren Menschen in der Siedlung aufgebaut und/oder gepflegt wird, diese sich nicht aus 
der Gemeinschaft zurückziehen und vereinsamen. Damit wird einem wichtigen Anspruch in Bezug auf nachbarschaftliches Verhalten Rechnung getragen.
Das Engagement des Besuchsdienstes wird wegen der Förderung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens mit einer Anerkennung ausgezeichnet.

 

Ebenfalls eine Anerkennung erhält
Frau Gertrud Lauer

für ihre über 40jährige Tätigkeit im Mittwochsklub für ältere Bürger in der Jaspertstraße in der Karl-Kirchner-Siedlung in Preungesheim.
Es handelt sich um eine Einzelinitiative. Besucherinnen und Besucher des Altenklubs hatten mit einer Unterschriftenaktion Frau Lauer für den Preis vorgeschlagen.
Die jahrzehntelange ehrenamtliche Organisation der Altenklubarbeit durch Frau Lauer ist für viele ältere Bürgerinnen und Bürger von großer Bedeutung, da sie dazu beiträgt, dass sie nicht vereinsamen und sie in Frau Lauer eine Ansprechpartnerin für ihre großen und kleinen Sorgen haben. Die Tätigkeit von Frau Lauer ist als ehrenamtliche Tätigkeit vorbildlich. Frau Lauers Engagement sollte unter dem Aspekt »Ehrenamtliche Tätigkeit für ältere Bürger« nochmals an anderer Stelle gewürdigt werden.
Da Frau Lauer wesentlich dazu beiträgt, dass ältere Menschen sich in der Karl-Kirchner-Siedlung wohl fühlen, wird ihre Arbeit heute mit einer Anerkennung ausgezeichnet.

 

Einen Anerkennungspreis erhält das
Selbsthilfeprojekt Heisenrath/Kiesberg

(Ansprechpartnerin Frau Ilona Jones-Llugalio) für sein im Aufbau befindliches Projekt Nachbarschaftskonfliktvermittlung.
Es handelt sich um die einzige Projektbewerbung in der Kategorie 2
(Kategorie 2 richtet sich an Gruppen und Initiativen im Aufbau).
Die Zielsetzung des Projektes entspricht den Kriterien des Nachbarschaftspreises in folgenden Punkten:
Verbesserung der Kommunikation, »damit unterschiedliche Gruppen im Wohngebiet etwas mit einander anfangen können
Auf- und Ausbau von Nachbarschaftshilfe
Verbesserung der Akzeptanz des Wohngebietes im Stadtteil
Das Projekt beinhaltet, dass interessierte und geeignete Bewohnerinnen und Bewohner sich als Konfliktvermittler schulen lassen und anschließend für die Bewohnerschaft zur Verfügung stehen. Die Schulung und Ausgestaltung des Angebotes soll in den folgenden Monaten in Zusammenarbeit mit der Quartiersmanagerin erfolgen. Die Initiative, die neue Wege gehen will, um Nachbarschaftskonflikte zu bewältigen und das Wohngebiet nachhaltig zu stabilisieren, wird mit einem Anerkennungspreis und einem Preisgeld in Höhe von DM 500,- ausgezeichnet.

 

Mit einem 2. Preis wird das Nachbarschaftsprojekt
der KT 66 der Carlo-Mierendorff-Schule ausgezeichnet

An dem Projekt nehmen zwölf Schülerinnen und Schüler des 7.Schullehrgangs teil. Die Betreuung des Projektes erfolgt durch die KT-Leiterin Frau Wolter und die Pädagogische Leiterin der Carlo- Mierendorff -Schule, Frau Possienke.
Besonders zu würdigen ist, dass es sich um eine Initiative von und mit Kindern und Jugendlichen handelt.
Darüber hinaus erfüllt das Projekt folgende Kriterien des Nachbarschaftspreises: Es trägt dazu bei, dass
die Bedeutung von Nachbarschaftshilfe und gegenseitiger Unterstützung erlebt und reflektiert wird
unterschiedliche Gruppen im Stadtteil lernen, aufeinander zuzugehen, etwas miteinander anfangen und von einander lernen zu können. 
eine Vernetzung verschiedener sozialer Einrichtungen im Stadtteil mit der Schule erfolgt
Das Projekt wird mit einem 2.Nachbarschaftspreis und einem Preisgeld in Höhe von DM 1000,-ausgezeichnet.

 

Ebenfalls mit einem 2. Preis wird die Einzelinitiative
von Frau Christa Schmidt
im Wohngebiet Im Heisenrath ausgezeichnet

47 Bewohnerinnen und Bewohner des Wohngebietes Im Heisenrath haben vorgeschlagen, dass Frau Schmidt den Nachbarschaftspreis 2000 erhalten soll. 
Frau Schmidt pflegt seit 1994 unermüdlich und mit großem Einsatz eine größere Grünfläche mit Blumenbeet im Zugangsbereich zum Wohngebiet Im Heisenrath, obwohl sie dort nicht lebt.
Die Pflege der Grünanlage und des Blumenbeetes hat Frau Schmidt aus einem Impuls heraus begonnen und seit nunmehr über sechs Jahren kontinuierlich beibehalten. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind stolz auf diese gepflegte Grünanlage in ihrem ansonsten problematischen Wohngebiet. »Es macht Freude, daran vorbeizulaufen. Es bereichert die Wohnqualität«.
Folgende Kriterien sind für die Vergabe des Nachbarschaftspreises erfüllt:
unterschiedliche Bewohnergruppen wie Ausländer, Aussiedler, junge und alte Menschen können miteinander kommunizieren; es ist ein Wir-Gefühl entstanden über eine gemeinsame positive Erfahrung 
Verbesserungen können auch nachhaltig Bestand haben, wenn die Bewohn sich damit identifizieren ( z.B :die Grünfläche und das Beet wurden nicht zerstört oder durch Müll entwertet )
das Wohngebiet wird durch den gepflegten Eingangsbereich bei den Bewohnern im übrigen Stadtteil aufgewertet 
der Einsatz von Frau Schmidt hat für die Bewohner Vorbildcharakter in Bezug auf Nachbarschaftshilfe und Engagement für die Gemeinschaft 
Frau Christa Schmidt wird mit einem 2.Nachbarschaftspreis und einen Preisgeld in Höhe von DM 1000,- ausgezeichnet.

 

Mit 2. Preis wird auch das Projekt
»Tagespraktikum in sozialen Einrichtungen und im Stadtteil Fechenheim«
der Schüler und Schülerinnen der H10a/H10b der Heinrich-Kraft-Schule ausgezeichnet

Seit 1996/97 gibt es an der Heinrich-Kraft-Schule im Rahmendes Arbeitslehreunterrichts ein Projekt, dass soziales Engagement und persönlichen Einsatz von Schülerinnen und Schülern der 10Hauptschulklasse fördert. 1999/2000 bedeutete die Teilnahme an dem Projekt, dass die Schülerinnen und Schüler regelmäßig einmal pro Woche in einer sozialen Einrichtung oder bei der Versbesserung des Schulumfelds mitarbeiten. Ihr Einsatz wird von einem Lehrer fachlich begleitet.
Aus dem sozialen Einsatz im Einzelfall sind stadtteil- und einrichtungsbezogene Aktivitäten entstanden, z.B.
Weihnachtssingen für ältere Bürger; in 
Vorbereitung ist ein Kunstprojekt : Anmalen der Garagen der Altenwohnanlage.
Besonders zu würdigen ist, dass es sich um eine Initiative von und mit Kindern und Jugendlichen handelt. (Altersgruppe: zwischen 16 und 18 Jahren !) Darüber hinaus erfüllt das Projekt folgende Kriterien des Nachbarschaftspreises
die Bedeutung von nachbarschaftlicher und persönlicher Hilfe wird persönlich erlebt und so die Bereitschaft zu Nachbarschaftshilfe auch in den Familien gestärkt 
es wird Kontakt zwischen Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft hergestellt, die im Stadtteil in und außerhalb von Einrichtungen leben
das äußere Erscheinungsbild und das Image des Stadtteils werden verbessert
die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Stadtteil wird gestärkt
es wächst die Bereitschaft, auch selbst etwas für sein Wohngebiet zu tun.
Das Projekt »Tagespraktikum in sozialen Einrichtungen und im Stadtteil Fechenheim« erhält einen 2.Nachbarschaftspreis und ein Preisgeld von DM 1000,-.

 

Mit dem 1. Preis werden die Aktivitäten des
Mietervereins in der Carl-Sonnenschein-Siedlung e.V.
ausgezeichnet

vertreten durch den 1.Vorsitzenden 
Herrn Diebel
und den 2.Vorsitzenden
Herrn Seifert.
Der Mieterverein wurde von Bewohnerinnen und Bewohnern 1995 gegründet, da die Wohnsituation in der Siedlung sich in vieler Hinsicht, auch in Bezug auf das nachbarschaftliche Verhalten verschlechtert hatte. Zielsetzung und bisherige sowie geplante Aktivitäten des Mietervereins erfüllen in sehr hohem Maße die Kriterien des Nachbarschaftspreises.
Es sind dies die Förderung und Verbesserung 
von Kommunikation und nachbarschaftlicher Hilfe zwischen den Bewohnern
der Integration ausländischer Bewohner
des gegenseitigen Kennlernens der unterschiedlichen Kulturen
des Verständnisses für Jugendliche und ihr Verhalten
von Arbeitsangeboten für Jugendliche
des Ansehens der Carl-Sonnenschein-Siedlung im Stadtteil
der wohngebietsübergreifenden Vernetzung mit anderen Akteuren im Stadtteil
der Infrastruktur (aktuell ist der Einsatz für einen Nachbarschaftstreff), um die verbesserten Rahmenbedingungen nachhaltig abzusichern
Der Mieterverein der Carl-Sonnenschein-Siedlung e.V. wird mit dem 1.Nachbarschaftspreis und einem Preisgeld von DM 1500,- ausgezeichnet.

 


Alle eingereichten Präsentationen bieten ein eindrucksvolles Bild davon, dass in den vier Wohngebieten des Projektes »Frankfurt – Soziale Stadt – Neue Nachbarschaften« bereits ein hohes Maß an Engagement von Seiten der Bewohnerinnen und Bewohner aller Altersgruppen vorhanden ist. Besonders beeindruckend ist und im Hinblick auf die weitere Entwicklung hoffnungsvoll, das Engagement der Schülerinnen und Schüler der beiden ausgezeichneten Schulprojekte. Der Magistrat der Stadt geht davon aus, dass es in anderen Stadtteilen ähnliche positive Ansätze gibt. Der Magistrat weiß aber auch, dass das Engagement der Bürgerinnen und Bürger oft nicht ausreicht und zusätzlicher Unterstützung bedarf. Unterstützung durch mehr Bürgerinnen und Bürger, die sich beteiligen, Unterstützung aber auch von öffentlichen Stellen und seitens der Stadt.
Wir hoffen, dass die hier vorgestellten Aktivitäten, Projekte und Konzepte von anderen aufgegriffen werden und dass die Kommunikation und der Austausch darüber andere motiviert und anspornt, sich auch persönlich zur Verbesserung der Lebenssituation im Stadtteil einzubringen.