LOGO und Home Link Preisverleihung Nachbarschaftspreis 2002

 

 

 


 
 
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In festlichen Rahmen begrüßte Herr Bürgermeister Vandreike am 07.05.2003 die Teilnehmer des Wettbewerbes Nachbarschaftspreis 2002 und ca. weitere 160 Gäste in der Schwanenhalle im Römer. Die Laudatio (PDF 682 KB) wurde gehalten von Herrn Dr. Uwe Wullkopf, Institut für Wohnen und Umwelt, Darmstadt. Er hob in seiner Rede die Bedeutung funktionierender Nachbarschaft für den einzelnen und für die Lebendigkeit eines Stadtteils hervor. Die Jurymitglieder lobten das Engagement und die Ideen der Teilnehmer und drückten ihre Hoffnung aus, dass alle Beteiligten in ihren Aktivitäten nicht nachlassen. Die Bekanntgabe der Preisträger mit Übergabe der Urkunden und Preisgelder bzw. den Sachpreisen wurde zusätzlich mit viel anerkennendem Applaus des Publikums bedacht. Im Programm sorgten die VokaLiesen mit mitreißenden Jazzdarbietungen a cappella für kurzweilige Unterhaltung.

Der Nachbarschaftspreis der Stadt Frankfurt am Main wurde nunmehr zum 3. Mal verliehen, positiv anzumerken ist, dass die letztjährige Ausschreibung insgesamt zu 34 Bewerbungen führte und die Vorschläge innovative Ideen und eine große Bandbreite an aktivem Stadtteilleben widerspiegeln. Der Gedanke sich in seinem Umfeld wohl zu fühlen, Menschen zu begegnen und Gemeinsamkeiten zu finden, zeichnet alle Einreichungen am Wettbewerb Nachbarschaftspreis 2002 aus.

Allen Teilnehmern nochmals herzlichen Dank für ihr Engagement und gleichzeitig die Bitte um Verständnis, dass nicht alle mit einem Preis bedacht werden konnten. Die geleistete Arbeit ist dennoch immer vorbildlich und nachahmenswert.

Eine kleine Bildergalerie mit Momentaufnahmen können Sie sich hier betrachten.

In Kategorie I wurden ausgezeichnet:

1. Preis mit 750,- €

VfL Goldstein

Die Integration ausländischer Mitglieder durch Sportangebote hat sich bewährt und die Vereinsführung setzte sich das Ziel für "nichtaktive" Familienmitglieder und nichtdeutsche Mitbürger des Stadtteils Goldstein eine Möglichkeit des besseren Kennenlernens zu schaffen.

Mit Hilfe ausländischer Vereinsmitglieder wurde die Idee eines Nationalitätentreffs umgesetzt. Die Resonanz ist seit Anbeginn ungebrochen und der VfL Goldstein lud bereits zum 11. Nationalitätentreff ein. Die Goldsteiner verstehen es zu feiern und die Veranstaltung hat den Charakter eines "multikulturellen Volksfestes".

Trotz des hohen Arbeitsaufwandes und entstehender Kosten, auch in Zeiten knapper Kassen, geht der Erlös des Festes jedes Jahr einer karitativen Einrichtung zu.

 

2. Preis mit 500,- €

Carlo-Mierendorff-Schule

Der Preungesheimer Musikcircus ist im Rahmen einer Projektwoche der Carlo-Mierendorff-Schule im Oktober 2001 ins Leben gerufen worden. Künstlerische Talente sollten entdeckt und gefördert werden, wichtig ist die Teamerfahrung unterschiedler Nationalitäten und Altersgruppen mit Musik, Tanz, Theater und Akrobatik und nicht zu vergessen die erworbenen Fähigkeiten einer Veranstaltungslogistik. Aber auch die Erfahrung als einzelner oder in der Gruppe bei Auftritten im Rampenlicht zu stehen, fördert das Selbstbewusstsein und das Miteinander.

Der Preungesheimer Musikcirkus hatte allein im letzten Jahr 18 Auftritte und belebt und vernetzt die Stadtteilkultur und führt die Bürger Preungesheims zusammen. Wenn die Redensart auch lautet: "Der Lohn des Künstlers ist der Applaus" , so kann dieser Preis ein Beitrag sein, weitere Projekte in Angriff zu nehmen, mit denen viel Applaus geerntet werden kann.

 

In Kategorie II wurden ausgezeichnet:

Auch in der Kategorie II – sich in Planung und Aufbau befindliche Initiativen – gab es erfreulicherweise mehrere Wettbewerbsbeiträge. Doch diese ließen eine Abwägung, wer mit welchen Ansatz sich besonders hervorhebt, einfach nicht zu. Die Jury entschied sich daher nicht einen 1. und 2. Preis zu vergeben, sondern 3 Initiativen mit jeweils 500,- € auszuzeichnen.

Die Preise gingen an:

  1. Bewohnerinitiative "Netzwerk Nachbarschaft"
  2. Die Bewohner der Platensiedlung setzen sich für die Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation in ihrer Siedlung durch Auf- und Ausbau nachbarschaftlicher Beziehungen ein. Sie veranstalten allein und in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanager im städtischen Projekt Soziale Stadt gemeinsame Aktionen in der Platensiedlung. Sauberkeitsaktionen, Grillfeste, Mitmachzirkus, Austausch mit dem Wohnungsunternehmen, der ABG-Holding, und vieles mehr zeichnet ihre Arbeit aus.

  3. Gründung Nachbarschaftsverein

Die Robert-Dißmann-Str. 4 ist ein Hochhaus mit ehemaligen Sozialwohnungen, die in Eigentumswohnungen umgewandelt wurden. Eigentümer, zum Teil ehemalige Mieter, langjährige Mieter und neue Mieter machen diese durchmischte Nachbarschaft aus. Eine kleinere Gruppe schloss sich zusammen und begann mit einer Kaffeerunde für die Bewohnerschaft zum Kennenlernen. Mittlerweile besteht die Gruppe aus ca. 50 Personen, die die Gestaltung des Wohnumfeldes und Nachbarschaftstreffen organisieren. Aus diesen Reihen kam die Idee einen Nachbarschaftsverein zu gründen, der dem Ziel dient, eine aktive Nachbarschaft zu fördern und dies durch gemeinsames Miteinander der Eigentümer und Mieter.

  1. Bewohner-AG "Nachbarschaftshaus"

Die Bewohner-AG "Nachbarschaftshaus" gehören Aktive aus der Siedlung Engelsruhe an, die im Rahmen des Bund/Länderprogramms Soziale Stadt projektiert ist. Ihre Themen sind der Raumbedarf der Siedlung und kulturelle Angebote im Stadtteil zu schaffen. Zu letzterem wurde bereits eine Veranstaltungsreihe "Erzählcafe" initiiert, die unter neuem Themenschwerpunkt dieses Jahr wiederholt wird.
Gewünscht wird von den Bewohnern der Siedlung Engelsruhe ein Ort der Begegnung. Es ist deshalb vorgesehen, einen Förderverein Nachbarschaftshaus zu gründen, der geeignete Räumlichkeiten für Veranstaltungen und als Anlaufstelle und Treffpunkt für die Bewohner vor Ort anbietet und finanziell trägt.


Anerkennungspreise:



Neben den Preisträgern wurden auch alle diejenigen gewürdigt, die persönlich in ihrer Nachbarschaft den "guten Nachbarn" tatsächlich leben. Mit ihrer praktischen Solidarität , z.B. Hilfe beim Einkaufen, anfallenden häuslichen Reparaturen, sich Zeit für Gespräche nehmen, Kinder mitbetreuen u.v.m. sind sie Nachbarn, die sich viel wünschen. Ihnen allen wurde auch im Namen derer, die sie vorgeschlagen haben, mit einem Sachpreis gedankt.

Frau Marianne Beck
Herr Stanislav Felcman
Herr Edgar Jansen
Frau Dorothea Kellermann
Frau Karoline Parisi
Herr Heiko Schmitt
Herr Edgar Scholl

Darüber hinaus wurde in der Kategorie II eine Anerkennung für ein Projekt der französischen Schule Lycée Victor Hugo ausgesprochen, die eine Partnerschaft mit der Frankfurter Günderodeschule anstrebt und Kinder bereits im Grundschulalter zusammen bringen will. Zur besseren Integration und Identifikation mit der Stadt Frankfurt sollen gemeinsam Frankfurter Kultur- und Freizeiteinrichtungen genutzt werden, dies alles auch mit dem Ziel, neben der Schulpartnerschaft individuelle Freundschaften über Sprach- und Kulturbarrieren hinweg aufzubauen.