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Frankfurter
Programm - Aktive Nachbarschaft Das kommunale „Frankfurter Programm – Aktive Nachbarschaft“ wird seit 10 Jahren erfolgreich in Frankfurt am Main durch das Dezernat Soziales, Senioren, Jugend und Recht ausgeführt. Derzeit wird es in acht Quartieren[1] innerhalb des Stadtgebietes betrieben. Diese sind: Rödelheim-West; Sindlingen – Hermann-Brill-Siedlung; Zeilsheim – Siedlung Taunusblick und Seckbach – Am Atzelberg. Seit 2010 sind die Siedlungen Heinrich-Lübke-Siedlung, Griesheim-Süd, Sossenheim- Otto-Brenner-Siedlung und der Riederwald hinzu gekommen. Darüber hinaus hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, die weitere Unterstützung der Quartiere Niederrad – Im Mainfeld; Sossenheim – Henri-Dunant-Siedlung; Griesheim-Nord; Teile der Nordweststadt, deren Verträge 2009 beendet wurden, weiter zu gewährleisten. Hierbei werden selbstverständlich die Ressourcen und Potentiale der umliegenden Stadtteile in die durchzuführenden Projekte eingebunden. Das Programm verfolgt verschiedene Ziele, nämlich: Aktivierung der Bewohner; Stärkung der lokalen Wirtschaft; Verbesserung des sozialen und kulturellen Lebens und Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen, die auch unter dem Oberbegriff „Verbesserung der Lebenschancen“ zusammengefasst werden können. Die Programmbausteine kann man anschaulich dem folgenden Bild entnehmen
Grundlage der Arbeit vor Ort ist die Einrichtung eines Quartiersmanagements mit lokaler Präsenz. Für die operative Arbeit vor Ort werden Verträge mit Trägern der freien Wohlfahrtspflege (Caritas Verband Frankfurt; Diakonisches Werk Frankfurt; Internationaler Bund und Arbeiterwohlfahrt) abgeschlossen. Erfolge in den vielfältigen Arbeitsfeldern des Frankfurter Programms – Aktive Nachbarschaft sind nicht kurzfristig zu erzielen. Es ist jedoch eindeutig, dass sich die Quartiersmanager und die Stabsstelle Aktive Nachbarschaft den Aufgaben gestellt haben, dass funktionierende Ansätze entwickelt wurden und in vielen Fällen eine verbesserte Kooperation staatlicher und nichtstaatlicher Leistungsträger hergestellt werden konnte. Darüber hinaus hat sich aber auch gezeigt, dass eine möglichst umfassende anlassbezogene Einbeziehung aller Bewohnerinnen und Bewohner für die Erreichung der Ziele des Programms ebenso wichtig ist. Die Erfahrungen aus der Quartiersarbeit haben deutlich gemacht, dass Bewohner sich in dem Moment engagieren, wo sie ein konkretes und für sie nachvollziehbares Mitspracherecht bei den Projektplanungen und der Projektdurchführung bekommen. Die Bewohner im Quartier verfügen in der Regel über eine gute Einschätzung der Probleme und möglicher Lösungen und werden daher auch weiter in den Entwicklungsprozess des Quartiers durch die Quartiersmanager integriert. Die Hauptaufgabe der in Frankfurt geleisteten sozialen Stadtteilentwicklung des „Frankfurter Programms – Aktive Nachbarschaft“ besteht somit darin, in den Quartieren die Selbsthilfemöglichkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner gezielt zu fördern. Das bedeutet die vielfältigen Fähigkeiten, das Engagement und den Mitbestimmungswillen der Bewohnerinnen und Bewohner für ihren Stadtteil zu wecken und zu stärken. Das Interesse und den Willen zur Veränderung ernst zu nehmen, den Menschen vor Ort Partizipation zu ermöglichen, sie zu aktivieren und die im Quartier vorhandenen persönlichen, ökonomischen und gesellschaftlichen Ressourcen zu entdecken und einzubinden. Gleichzeitig muss auf die unterschiedlichen Zielgruppen bedarfsgerecht eingegangen werden. Die vor Ort und im sozialen Raum vorhandenen Akteure und die zuständigen städtischen Verwaltungseinheiten werden vernetzt und dies wird nachhaltig sichergestellt. Mit dem Programm kann über bestehende organisatorische und verwaltungstechnische Vorgaben hinaus erreicht werden, dass sich soziale Stadtteilentwicklungsverfahren in den einzelnen Quartieren flexibel auf die lokalen Bedürfnisse ausrichten und an der Prämisse der gesamtstädtischen Verantwortung für die einzelnen Stadtteile orientieren. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das „Frankfurter Programm – Aktive Nachbarschaft“ realistischerweise nicht beansprucht, die je nach Quartier spezifischen sozialen, ökonomischen und kulturellen Defizite – insbesondere die unterschiedlichen Problemlagen, die mit Unterstützung anderer staatlicher Strukturen zu bewältigen sind - mit den Möglichkeiten des Programms alleine zu lösen. Dies zeigt auch die Kooperation mit unterschiedlichsten Akteuren im jeweiligen Stadtgebiet deutlich. Die dort vorhandene Fachkompetenz wird gewinnbringend für die Entwicklung im Sozialraum eingesetzt. Dieses bundesweit einmalige rein kommunal finanzierte Programm wurde auch in die Studie „Frankfurt für Alle“ des Planungsbüros Albert Speer & Partner und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, als gutes Beispiel für sozialräumliche Stadtteilentwicklung, aufgenommen. [1] Ein Quartier ist ein Stadtviertel, das anhand von sozioräumlichen Kriterien definiert wird und gleichzeitig kein Stadtteil im rechtlich-administrativen Sinne ist. Zum Quartier können mehrere Siedlungen zusammengeschlossen werden. Häufig kann das Quartier identisch mit einer gewachsenen Siedlung sein. Es wurden aber auch Quartiere ausgewählt, die nur Teile einer Siedlung umfassen.
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